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Leichtathletik

Spaß ohne Matsch

Castrop-Rauxel, 08.09.2008, Sabine Latterner
 

 

Das Stadion an der Bahnhofstraße ist endlich fertig geworden. Der TB Rauxel richtete am Wochenende seinen ersten Wettkampf in der neuen alten Heimat aus.

 

Endlich keine matschigen Sportschuhe mehr nach dem Training, endlich keine Enge mehr beim Umziehen, und vor allem: endlich mal Heimvorteil bei Wettkämpfen. Oder genauer formuliert: Endlich mal überhaupt ein Wettkampf Zuhause.

Die Leichtathleten des TB Rauxel waren am Samstag glücklich und froh, dass sie eine sportliche Premiere feiern durften. Erstmals nämlich waren sie Gastgeber bei den Kreismehrkampfmeisterschaften des Fußball und Leichtathletikkreises Herne. Und der TB Rauxel erwies sich als professioneller Ausrichter: Die Logistik von 195 Starts im Drei- oder Vierkampf wickelten die Helfer reibungslos ab.

Lange mussten sie darauf warten, ihre Gastgeberqualitäten zu zeigen – immerhin dauerte die Sanierung des Stadions an der Bahnhofstraße über sechs Jahre. Lange mussten sie warten, bis die Verwaltung schlechte Trainingsbedingungen behoben und gute Wettkampfmodalitäten geschaffen hatte. Dementsprechend groß war am Wochenende die Erleichterung bei Sportlern und Trainern.

„Wir sind einfach nur froh, wieder hier sein zu dürfen”, betonte TBR-Übungsleiterin Heike Sube. Das ewige Pendeln von einem Trainingsort zum anderen während der Sanierungsphase sei doch auf Dauer lästig gewesen. „Nun sind wir wieder sesshaft und haben deutlich bessere Übungsbedingungen”, so Sube. „Und wir können endlich auch Wettkämpfe austragen”, fügte sie hinzu. Zuvor sei der sportliche Rahmen im Stadion dazu nicht geeignet gewesen – es gab weder Hochsprung- noch Weitsprunganlage.

„Aber jetzt können wir mit anderen Vereinen mithalten”, sagte Heike Sube. Sie hofft, dass sich die besseren Verhältnisse im Stadion nun auch auf die Leistung der Athleten auswirken. Vielleicht könne die neue Sportstätte eine Steigerung hervorrufen.

Die jungen Castroper Athleten im Alter zwischen sieben und 16 Jahren waren am Samstag jedenfalls hochmotiviert. Und glücklich: „Das Stadion ist jetzt viel schöner”, schwärmten Hannah Jäckel und Judith Schönknecht vom TB Rauxel. „Man hat hier viel bessere Möglichkeiten, denn es gibt jetzt eine Stabhochsprunganlage, Hürden und Startblöcke”, so die beiden 15-Jährigen. Vor der Sanierung waren sie weniger gerne im Stadion. „Wir hatten durch die Asche nach dem Training immer völlig matschige Schuhe”, erzählte Judith Schönknecht. „Wir konnten uns auch nicht richtig umziehen, weil es nur einen kleinen Raum gab, und die Toiletten konnten wir auch nicht benutzen, die waren schon ziemlich ekelig”, berichtete Hannah Jäckel.

Nun blicken die Mädels auf eine moderne Anlage. „Ist toll, zuhause seine Leistungen zeigen zu können.” Allerdings gibt es da etwas, was in dieser Hinsicht doch noch optimaler für sie sein dürfte: „Wir bräuchten mehr Sitzplätze und eine Unterstellmöglichkeit für solche Veranstaltungen wie die heute”, so die Sportlerinnen. Doch sie wollen nicht meckern – ihre neue, alte Heimat gefällt ihnen schon richtig gut.